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Sinah Diepold – Adieu Cliché: Your profession tells me everything about you

Photo Credit:Eric Euler

Meine Jobs sind so behaftet mit Clichés, dass es mir schwer fällt zu sagen was ich mache. Ich fange entweder an zu umschreiben oder erkläre mich gleichzeitig, obwohl ich liebe was ich tue und genau weiß, dass ich teilweise dieses Vorurteile bediene. Aber warum ist es mir so wahnsinnig wichtig, zu erklären, dass es nicht so ist?

Es gibt Momente, wo ich sogar was anderes gesagt habe, als ich wirklich mache, weil ich einfach keine Lust hatte, dass mein Gegenüber mich sofort in diese Schublade steckt. Vielleicht gehöre ich in die Schublade mehr als ich wahr haben möchte und lebe in dieser kleinen Traumwelt, in der ich denke ich bin anders als alle anderen die meine Berufe ausüben. Ich bin die einzige, die nicht so ist, wie man denkt.

Nun ist noch ein neuer Beruf frisch dazu gekommen, dessen Image ich erstrebenswert finde und schon liebe ich es, Menschen zu sagen, was ich mache. Ich möchte das Cliché , welches damit kommt, bedienen, ich möchte mich baden in diesem Cliché. Jetzt habe ich sozusagen fünf unterschiedliche Jobs die ich mache, vier davon umgehe ich lieber und musste mit mir ringen, sie auf meiner Webseite als solches darzustellen und diesen einen möchte ich in die Welt rufen.

Was ist da los?

Ich denke für mein Gegenüber, was es über mich denkt und dann ist einer meiner Jobs, genau gegen das Denken zu arbeiten.

 

Das alles nur, weil ich für andere mitdenke. Ich denke für mein Gegenüber, was es über mich denkt und dann ist einer meiner Jobs, genau gegen das Denken zu arbeiten. „Raus aus dem Kopf“ ist eine meiner Lieblingssprüche und ich bin so sehr in meinem Kopf, dass ich den Kopf von anderen übernehme, anstatt ihnen die Chance zu geben entweder selber zu denken oder zu tun, was ich versuche: nicht zu denken, sein und sein zu lassen. Schon etwas skurril das alles.

Ich stecke gerne in Schubladen, aus Reflex und kann die Schublade zwar jederzeit wieder aufmachen und mich überraschen lassen und die Person in einer andere stecken, aber erstmal kommst du in eine Schublade. Es wird schon viel besser, aber sich das einzugestehen, dass man macht, was man nicht möchte, dass andere mit einem machen, ist unendlich schwierig.

Aber am Ende bin es ja ich, die die Vorurteile gegen sich selbst und damit auch andere hat.

Aber am Ende bin es ja ich, die die Vorurteile gegen sich selbst und damit auch andere hat.Also bekommt mein Gegenüber gar nicht die Chance sich eine Meinung über mich zu bilden und Fragen zu stellen, denn ich erkläre mich ja sofort. Wenn ich doch einfach nur mit einem Lächeln und selbstbewusst sage, was ich mache, dann gebe ich dieser Person eine Chance, eine Chance mehr zu erfahren. Ich bin gut darin und nicht unerfolgreich mit meinen Cliché behafteten Jobs und am allermeisten liebe ich jeden einzelnen. Ich möchte keinen ausschließlich ausführen, aber das ist eine ganz andere Story.

Ich übe ab jetzt einfach klar zu sagen: ich bin Yogalehrerin, ich bin Model, ich bin Personal Trainerin, ich bin Bloggerin & ich bin Autorin. Dann lass ich das so stehen und gebe dir die Möglichkeit mehr zu erfahren oder mich in die Schublade zu stecken…

 

Eure Sinah

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Photo Credit:Eric Euler

 www.janericeuler.com

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