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Ava Carstens – Adieu Cliché: Bonjour Cliché

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Vielleicht liest sich das komisch, aber ich tue mich mit dem Wort Klischee schwer. Nicht, dass wir uns nicht alle unserer Schubladen bedienen würden, die zur Orientierung im Überfluss an Informationen und Reizen dienen. Dass diese im besten Fall flexibel und ausdehnbar bleiben, klar. Ich frage mich nur, existiert 2018 in einer europäischen Großstadt ein Klischee, was nicht hinter der nächsten Ecke direkt widerlegt wird?! Lebt es nicht hier alles dicht an dicht und in sich vermischt? Sind wir nicht sowohl als auch und genauso entweder oder?! Je nachdem, was gerade besser passt und wie wir sein und vor allem wirken wollen?!

Touché Cliché.

Wir fotografieren vor der Ritze, vor einer der wohl schönsten pinken Wände Hamburgs. Es ist kalt, -1° und ich ziehe meine vielen Schichten aus, um das T-Shirt besser sichtbar zu machen. Die Tür der Ritze geht auf. Wir werden freundlich mit „Moin“ begrüßt, nicht abwertend betrachtet, noch belächelt. Wir fotografieren, reden, lachen, frieren. Nach kurzem betrachten der Szene verschwindet unser Besucher wieder zwischen den zwei berühmtesten gespreizten Frauenbeinen St. Paulis. Er lässt die Tür zum Boxstall offen stehen.

Bella und ich sprechen über die Liebe, vom Verliebtsein und schon ist er da, der Moment. Romantisch, kitschig, echt, intensiv – mein tiefes Gefühl, ich kann nicht anders, ich muss Lächeln.

Bonjour Cliché.

 

Eure Ava
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Kollektiv49

 

 

 

Photo Credit: Annabelle Windel // Instagram Annabelle Windel

Love from WOMOM
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