Sign up with your email address to be the first to know about new publications

Kathrin Eschrich & Sarah Rohrmann – Adieu Cliché: Frauen mit Kindern und kinderlose Frauen können keine Freunde sein

Lass uns Freunde sein – bis das Kind kommt … Können Frauen mit Kind(ern) und kinderlose Frauen überhaupt noch Freunde sein/werden? Diese Frage stellen sich nicht nur einige Frauen aus unserem Bekanntenkreis oder die Leserinnen des ELTERN Magazins – sie kam auch uns, als neue Kolleginnen, irgendwann mal (ganz) kurz in den Sinn.

 

Kathrin: „Vor dem Start meines neuen Jobs bei ELTERN/ELTERN family habe ich mich schon gefragt, wie das mit Sarah und mir wird. Ich habe eine kleine Tochter (1,5 Jahre), und Sarah hat bisher noch keine Kinder. Dass wir nicht den ganzen Tag nur über den Job reden werden, war irgendwie klar. Aber welche Themen sind es dann, wenn das Thema „Kinder” unseren beruflichen Alltag bereits so stark dominiert. Interessiert sie sich überhaupt noch für meine „Kindergeschichten”? Können wir nach Feierabend auch mal ein Bier zusammen trinken? Wie arrangieren wir uns mit meiner Teilzeit-Arbeitszeit …? Ich war mir einfach unsicher, wie wir die Mama- und Nicht-Mama-Angelegenheiten unter einen Hut bekommen.

Vom ersten Tag an war es nie ein Thema, dass ich Mama bin und sie nicht.

Wie so oft sind die Gedanken, die man sich bereits im Vorfeld zu vielem macht, schlichtweg zu viel und absolut unnötig. Vom ersten Tag an war es nie ein Thema, dass ich Mama bin und sie nicht. Wir reden sowohl beruflich als auch privat über Kinderthemen und über alles andere, was uns interessiert bzw. beschäftigt. Ich gehe sehr gerne auch nach Feierabend noch auf ein Bier mit, freue mich dann auf meinen kinderlosen Abend unter Kollegen-Freunden und anschließend auf meine kleine Familie. Ich verstehe auch nicht, warum so viele Frauen denken, dass sich so etwas ausschließen muss.

Meiner Meinung nach hat jede Freundschaft unterschiedliche Phasen, ihre Höhen und Tiefen und im unschönsten Fall auch ein Verfallsdatum.

Sicherlich gibt es in meinem Umfeld auch die eine oder andere Freundschaft, die sich seit der Geburt meiner Tochter verändert hat, aber das ist für mich nichts Schlimmes. Meiner Meinung nach hat jede Freundschaft unterschiedliche Phasen, ihre Höhen und Tiefen und im unschönsten Fall auch ein Verfallsdatum. Sicherlich habe auch ich mich als Mensch verändert seit ich Mama bin, und das bringt viele neue, tolle Menschen mit sich – vollkommen egal ob Mama oder nicht!

Sarah: „Als ELTERN-Redakteurin beschäftige ich mich den ganzen Tag mit Baby- und Kinderthemen – und das leidenschaftlich gern. Ich bin keine Mama, aber eine vernarrte Tante, und die Anzahl der Kinder im Freundeskreis wächst und wächst. Ich würde mich als ziemlich geduldigen Gesprächspartner für Windel-, Schlaf- und Erziehungsthemen bezeichnen. Trotzdem kann ich nicht immer die gleiche Begeisterung für Kinderfotos beim Malen, Essen oder auf dem Töpfchen teilen. Und hin und wieder erwische ich mich bei dem Gedanken: „So mache ich das auf keinen Fall, wenn ich mal Mutter bin.“ Wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass ich genau die Dinge, die ich am Schrecklichsten finde, irgendwann selbst tun werde …

Wir können soviel voneinander lernen und Spaß zusammen haben, so lange wir auch Verständnis für die Lebenssituation des anderen haben.

Es ist doch so: Menschen ändern sich. Manchmal geht man nur ein kleines, aber sehr intensives Stück des Lebens gemeinsam. Manchmal kreuzen sich unsere Wege mehrfach. Manchmal entfremden wir uns stark voneinander. Das kann damit zusammenhängen, dass sich die Lebensumstände verändern. Aber das muss nicht immer damit zu tun haben, ob man Kinder hat oder nicht. Wir können soviel voneinander lernen und Spaß zusammen haben, so lange wir auch Verständnis für die Lebenssituation des anderen haben. Was ich tatsächlich niemals wieder hören möchte, liebe Mamis, ist: „Bekomm du erst einmal ein Kind, dann … (weißt du was richtige Probleme sind).“ Schon klar, vieles ändert sich mit Kindern und die Prioritäten verschieben sich, aber das relativiert nun mal nicht die Situation anderer.

Als Kathrin neu in die Redaktion kam, war mein erster Gedanke: „Wie werden wir uns wohl verstehen?“ Dass sie bereits Mama ist, hat für mich dabei überhaupt keine Rolle gespielt. Ich war eher aufgeregt, wie es grundsätzlich mit der neuen Kollegin werden würde. Die Aufregung war umsonst. Wir reden und lachen gern und viel und laut – egal worüber. Ich persönlich profitiere davon jemanden neben mir zu haben, der mich bei dem einem oder anderen hübschen aber vielleicht weniger praktischen Teil darauf hinweist, dass Mütter das evtl. nicht so toll oder nützlich finden … Trotzdem hat sie noch nie zu mir gesagt: „Werd’ du erst einmal Mama …“

Eure Kathrin Eschrich & Sarah Rohrmann
(Mode- & Produktredakteurinnen bei ELTERN und eltern family)

www.eltern.de

Follow Eltern Magazin

Love from WOMOM
comment [ 0 ]
share
No tags 0

No Comments Yet.

What do you think?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.